Bezuschussung

BEZUSCHUSSUNG VON RECARO SITZE

Nachrüstbare Fahrerarbeitsplätze erfüllen höchste ergonomische Anforderungen und 
tragen daher wesentlich zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit bei. Die 
rechtliche Grundlage für die Bewilligung von Kraftfahrzeughilfen und behinderungsbedingten 
Zusatzausstattungen, wie etwa einem orthopädischen Fahrzeugsitz, 
findet sich in der Kraftfahrzeughilfeverordnung des Sozialgesetzbuches.

Folgende Kostenträger übernehmen die Kosten 
oder bezahlen Zuschüsse für orthopädische Fahrzeugsitze von RECARO:

  • Deutsche Rentenversicherung Bund
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Hauptfürsorgestellen
  • Berufsgenossenschaften
  • Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

Auskunft über die Bezuschussungsmöglichkeiten erteilen 
die Beratungsstellen der Kostenträger oder die technischen Beratungsdienste der 
Landesarbeitsämter.

Krankenkassen übernehmen keine Kosten!

Grundsätzlich sollte eine Entscheidung des Kostenträgers abgewartet werden. 
Von Vorkasse ist abzuraten.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um einen Antrag stellen zu können:

  • Das Fahrzeug muss zur Ausübung des Berufes oder zwingend zum Erreichen des 
Arbeitsplatzes notwendig sein (z. B. Außendiensttätigkeit).
  • Das Fahrzeug muss der beruflichen Rehabilitation und dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit 
dienen.
  • Die Notwendigkeit eines orthopädischen Hilfsmittels (Fahrzeugsitz) muss medizinisch begründbar sein.

Ist die Frage nach dem zuständigen Kostenträger geklärt, müssen dort folgende 
Unterlagen eingereicht werden:

  • Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation.
  • Zusatzfragebogen Kfz zum Antrag auf Gewährung von Kraftfahrzeughilfe.
  • Diese Formulare sind beim zuständigen Kostenträger erhältlich.
  • Das Attest vom Facharzt (Orthopädie) oder einer Rehaklinik mit dem Hinweis, dass zur Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit ein orthopädisch wirksamer Fahrzeugsitz notwendig ist.
  • Ein Kostenvoranschlag von KLEMM Fahrzeugdienst über Sitz, Konsole, Module und Einbauzeit sowie ein entsprechendes Sitzprotokoll, in dem die Auswahl des Sitzmodells entsprechend begründet wird.

Sinnvoll ist dabei ein Zusatz, dass aufgrund der Sitzberatung und der anatomischen 
Gegebenheiten des Antragstellers eines der folgenden RECARO Sitzmodelle empfohlen wurde: „RECARO Style“, „RECARO Ergomed E“ oder in begründeten Ausnahmefällen
„RECARO Orthopäd“ oder „RECARO Ergomed ES“.

Ausnahmefälle können sein:

  • Personen, die aufgrund ihrer Körpermaße (Gewicht/Größe) nicht für den „RECARO Style“ geeignet sind.
  • Personen, die aufgrund einer Veränderung im Halswirbelsäulenbereich auf eine zusätzliche Unterstützung angewiesen sind.

Dabei ist zu beachten, dass Sonderausstattungen (Leder- oder Stoff-/Leder- Bezüge, RECARO Vent-System, Sitzheizung und Armlehnen), 
die nicht der beruflichen Rehabilitation oder einer orthopädischen Grundversorgung dienen, von den jeweiligen Kostenträgern nicht immer übernommen werden und somit gegebenenfalls vom 
Versicherten selbst getragen werden müssen.